memoQ

memoQ wird von der ungarischen Firma Kilgray entwickelt.
Seit 2009 organisiert Kilgray in jedem Frühjahr in Budapest eine Konferenz mit dem Titel memoQfest, die sich mit verschiedenen wirtschaftlichen und technischen Aspekten der Übersetzungsbranche befasst.

Geschichte

Die verschiedenen memoQ-Versionen umfassen je nach Entwicklungsstand jeweils mehrere Unterversionen, so dass z. B. auch von einer Version 6.0.56 gesprochen wird. Die Aktualisierungen erfolgen unregelmäßig, es gibt keine größeren //Service Packs// wie bei anderen Produkten. 

Eine Aktualisierung des Programms erfolgt optional automatisch nach dem Beenden des Programms. 

Wenige Wochen vor der Freigabe neuer Versionsstufen ist eine freiwillige Teilnahme am Betaprogramm möglich. Beim Wechsel von Version 4.5 auf 5 und von 5 auf 6 wurden nach der Einführung der neuen noch finale Versionen des Vorgängers veröffentlicht.

Die Hinweise in diesem Abschnitt beschränken sich auf die Client-Version.

memoQ 2

Version 2.0 ist die erste "offizielle" Version. Sie wird im Januar 2007 veröffentlicht und verfügt über ein QA-Add-in zur Qualitätssicherung.

Version memoQ 2.1 vom Mai 2007 verfügt über kontextsensitive TM-Einträge oder so genannte "101%-Treffer", wobei Kontext das vorhergehende oder nachfolgende Segment ist. Segmente in der Übersetzungsspalte können nun gesperrt werden, zudem ist ein automatischer Import/Export von Ordnerstrukturen einschließlich Unterordnern möglich. Exportregeln zum Festlegen von Dateinamen können festgelegt werden. 

Neben der Unterstützung zweisprachiger RTF-Dokumente kann die im November 2007 auf den Markt gebrachte Version 2.2 "Ansichten" erstellen, das heißt mehrere Dokumente (auch unterschiedlichen Formats) können in einer "Ansicht" zusammengefügt und gemeinsam übersetzt werden, ohne diese Dokumente einzeln öffnen zu müssen. Version 2.3 (März 2008) erweitert das Programm um eine Live-Vorschau des Übersetzungsdokuments (bei bestimmten Formaten).

memoQ 3

Im September 2008 wird Version 3.0 veröffentlicht. Neu ist das Aktualisieren von Dokumenten dank zweisprachigem tabellarischem RTF-Format. Damit können Dokumente in Word korrigiert und erneut importiert werden. Zu weiteren Neuheiten gehören die vollständige XLIFF-Unterstützung, die Rechtschreibprüfung mit Hunspell (als Alternative zu MS Office), eine neue, erweiterte Termdatenbank und Filtern nach Segmentstatus. 

Version 3.2 (November 2008) verbessert das Einfügen von Fragmenten und bietet AutoKorrektur-Listen für die automatische Korrektur von Tippfehlern. Wenige Monate später (März 2009) führt Version 3.5 die automatische Konkordanzsuche LSC sowie automatische Platzhalter bei der Konkordanzsuche ein. Hinzu kommen ein STAR Transit- sowie ein PPTX-Filter und die XML-Vorschau.

Die letzte Version dieser Reihe (3.6 vom September 2009) unterstützt 64bit-Betriebssysteme und bietet neben einem DOCX-Filter auch Fließtext-Import aus PDF-Dateien.(([[http://www.kilgray.com/drupal_ger/?q=node/products/memoq Ehemalige deutschsprachige Kilgray-Website]]))

memoQ 4

Version 4.0 wird am 1. Februar 2010 veröffentlicht. Das QA-Add-in ist nun integraler Bestandteil des Programms. Weitere wesentliche Änderungen sind neben der neu gestalteten Benutzeroberfläche und dem neu programmierten Texteditor erweiterte Serverfunktionen (Weitergabe von Parametern und Einstellungen über Dokumente, TM und Terminologie hinaus).

Am 22. Oktober 2010 kommt Version 4.5 heraus. Neben dem neu programmierten TM-Engine liegt der Schwerpunkt auf dem verbesserten Alignment bereits bestehender Dokumentenpaare und der LiveDocs-Funktion für den Einsatz ein- und zweisprachiger Referenzdokumente.

memoQ 5

Version 5.0 wurde am 8. September 2011 veröffentlicht. Zu den Besonderheiten dieser Version zählen unter anderem:

  •  Termextrahierung aus Dokumenten und TMs
  •  Track changes zur Verfolgung von Änderungen am Übersetzungsdokument
  •  Kaskadierende Filterfunktion (z. B. für in Excel gesetzten HTML-Code)
  •  TXML-Filter für [[Wordfast]]
  •  Integration von Google Translate v2 API, MyMemory und TAUS

memoQ 6

Version 6.0 wurde am 3. Juli 2012 veröffentlicht. Zu den Besonderheiten dieser Version zählen unter anderem:

  • Autovervollständigung im Editor (mit oder ohne Auswahlliste)
  • Import/Export von Worddokumenten auch ohne installiertes MS-Office-Paket
  • Vorschaufunktion für ttx-Dateien
  • automatische Überwachung von Projektordnern
  • leicht vereinfachte Benutzeroberfläche

Ende November 2012 wurde Version 6.2 mit u. a. den nachstehenden neuen Funktionen veröffentlicht:

  • Musen als Grundlage einer automatischen Vervollständigung (bei Trados Studio ist eine ähnliche Funktion als AutoSuggest bekannt)
  • AutoPick-Funktion
  • Import und Export von Trados-Paketen
  • automatisches Öffnen der Zieldateien nach dem Exportieren

memoQ 2013

Die Version memoQ 2013 (erschienen Ende Mai 2013) entspricht nach alter Zählweise Version 6.5. Zu den neuen Funktionen zählen:

  • Language Terminal: cloud-ähnliche Ergänzung
  • Terminologie-Datenbanken mit Fuzzy-Funktion
  • optionale automatische Übersetzung von Zielsegmenten, die nur Zahlen enthalten 
  • Internetsuche direkt aus memoQ heraus
  • mehrere Kommentare per Segment möglich

memoQ 2013 R2

Die 2. Version von memoQ 2013 wurde Ende Oktober 2013 veröffentlicht und umfasste weitere grundlegende Funktionen:

  • Import/Export von korrigierten (einsprachigen) Worddokumenten einschließlich Alignment-Funktion
  • Import von PDF-Dateien mit anschließendem Export als *.doc- oder *.docx-Datei.
  • umfassendere Integration von Microsoft Word (Rechtschreibprüfung, Export von Kommentaren usw.)

Weblinks